
Livestream von der re:publica 2010 hier.

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(Bild: David Schnell, Glockenspiel [2007]; Foto: Uwe Walter)
Unter dem Titel “Copy.Right.Now! Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht” haben die Heinrich-Böll-Stiftung und iRights.info gerade einen Reader zu Fragen (einer notwendigen Reform) des Urheberrechts herausgegeben. In der Einleitung zum Band heißt es:
“Das geltende Urheberrechtsregime reibt sich zunehmend an der digitalen Alltagswirklichkeit. Während es ursprünglich als ein auf den ‘genialen’ Schöpfer zugeschnittenes Schutzrecht gegen Missbrauch konzipiert war, verstoßen wir, ob gewollt oder unbeabsichtigt, täglich gegen bestehendes Recht. Verlustfreies Kopieren gilt den einen als Zugewinn an Freiheit, den anderen als Einschränkung von künstlerischer Verfügungsgewalt und drohender Einnahmenverlust. Ein Ende der ‘Copyright Wars’ erfordert ein politisches und rechtstheoretisches Neudenken”.
Der Sammelband steht auch als PDF zur Verfügung und kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Die Einleitung von Jan Engelmann und Matthias Spielkamp ist auf carta.info zu lesen.


“Städte sind nicht nur Orte passiven Konsums. Vielmehr schießen in Berlin oder München, London oder New York, seit geraumer Zeit neue Formen der Aneignung städtischen Raums buchstäblich aus dem Boden: Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms, Nachbarschaftsgärten und andere Formen der urbanen Landwirtschaft.
Urbane Landwirtschaft steht für Obst- und Gemüseanbau in der Stadt; Brachen werden genutzt und aufgewertet, Lern- und Erfahrungsorte für Kinder entstehen, Stadtteile gewinnen an Lebensqualität und bieten Raum für diese neue Art des zivilgesellschaftlichen Engagements, bei denen sich die BewohnerInnen direkt an Prozessen der nachhaltigen Stadtentwicklung beteiligen können” (Link).
Weitere Links zum Thema: guerrillagardening.org / blog.schoener-waers.de / urbanacker.net / prinzessinnengarten.net / utopia.de

Peter Kruse im Interview: “Wir befinden uns mitten in der nächsten Runde der Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet. Ich würde mich nicht scheuen sogar von einer Revolution 2.0 zu reden. Schaut man auf die Massen von Menschen, die in den letzten Monaten in die sozialen Netze eingezogen sind, dann haben wir es gewissermaßen mit der ersten großen Völkerwanderung des digitalen Zeitalters zu tun. Der erste Internet-Boom in den 90er Jahren bezog sich auf den Zugang zu Informationen – Sie erinnern sich? AOL, Boris Becker, ‘ich bin drin’. Die Nutzer waren begeistert von der Vielfalt und Einfachheit, mit der man im Internet findet, was man vorher mühsam suchen musste. Während dieses Zugangs-Booms ist die Vernetzungsdichte explodiert. Aber der wirklich große Schub kam erst im letzten Jahr durch die ernorme Erhöhung des Grades der persönlichen Beteiligung. Zu Anfang haben die meisten Menschen das Internet nur wie Besucher betreten, jetzt sind sie gewissermaßen ‘mit Haut und Haaren’ eingezogen. Das Internet ist zum eigenständigen Kommunikations- und Kulturraum geworden” (carta.info).
Kurzversion des Interviews, das Doris Raßhofer führte, gibt es hier als PDF.





Linktipps: Videos vom Mediensymposion “Leben im Schwarm – Wie das Internet uns verändert” (u.a. mit Frank Schirrmacher, Markus Beckedahl) auf carta.info / “Trojanischer Transfer” – Die ‘Payback’ – Debatte in der Rückschau: Frank Schirrmachers Rolle im digitalen Kulturkampf (von Gundolf Freyermuth)
mp3: Kosmonaut – Distanz (Album: Photon). Erschienen auf dem iD.EOLOGY Label.

Foto: Pietro Masturzo
Linktipps: “Auswanderung des Denkens aus dem Gehirn” – Alexander Kluge interviewt Frank Schirrmacher / Digitales Denken – Wie verändert uns das Internet? / Computer und Katastrophe – Dirk Baecker über Mediennutzung
mp3: Pantha Du Prince – The Splendour (aus dem Album ‘Black Noise’). Mehr zum Album hier. Stream des kompletten Albums hier.


mp3: “Horchata” – Vampire Weekend (aus dem Album “Contra”). Stream des kompletten Albums auf 3VOOR12. Mehr zum neuen Album hier und hier.